Auf den Spuren von Dr. Leon Ritter
Reisejahr:
2025
Reisedauer:
14 Tage
Fahrzeug:
Wombat

Nachdem wir alle 10 Romane der Buchreihe um Dr. Leon Ritter von Remy Eyssen gelesen hatten, haben wir uns entschieden, dem grauen Herbst zu entfliehen und die Nachsaison in Le Lavandou und Umgebung zu verbringen. Der Ort selbst sowie seine umliegende Umgebung wurden in den Büchern so schön dargestellt, dass wir sie nicht nur bildlich vor unseren Augen zum Leben erwecken, sondern auch mit eigenen Augen erkunden wollten.
Eigentlich wollten wir auf direktem Weg nach Le Lavandou reisen, doch wie es so bei uns ist, kam uns während der Fahrt noch anderes in den Sinn. Lag ja auf dem Weg.
Giverny: kleiner Ort an der Autobahn und unser Übernachtungsstopp nach 13Std. Autofahrt mit allerlei Staus. Hier gibt es einen großen Wald mit Angelteich und Picknickbänken. Ideal für einen Übernachtungsstopp oder auch so, um sich von der Fahrt auszuruhen.
Unser Stellplatz: Rastplatz am Angelsee, N 46° 44' 58.55" , E 4° 47' 3.98"
Châteauneuf-du-Pape: Kleiner, charmanter Ort, der bekannt für seinen weltberühmten Wein und definitiv mehr als nur ein Name auf einem Weinetikett ist. Auch wenn der Wein hier überall präsent ist. Das Örtchen ist sehr überschaubar mit engen Gassen, kleinen Geschäften und Restaurants, die eine authentische provencalische Atmosphäre versprühen. In den vielen Weinkellern der Weingüter kann man den kostbaren Tropfen verkosten, einige Weingüter der Umgebung sind auch direkt mit dem WoMi ansteuerbar und bieten sogar WoMi-Übernachtungen an. Hoch oben auf dem Berg thront die Ruine der ehemaligen Papstresidenz - zu ihren Füßen liegt das Dorf. Entweder fährt man den Parkplatz bei der Ruine an und schlendert über die Treppen hinunter. Oder man parkt unten auf dem Parkplatz und schlendert hoch. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn man hat einen tollen Ausblick. Außerdem gibt es hiernoch eine Schokoladenfabrik, die Chocolaterie Castelain, die ebenfalls besichtigt werden kann.
Unser Stellplatz: Parkplatz und WoMi-Stellplatz im Dorf, N 44° 3' 23.21" , E 4° 50' 4.34"
Avignon: Avignon ist weltweit durch das berühmte Kinderlied bekannt. Die besungene Brücke "Pont d’Avignon“ (Pont Saint-Bénézet), die einst über die Rhône führte, ist heute nur noch in Teilen erhalten, allerdings begehbar. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Fluss und die Stadt - aber auch die Brücke an sich mit Spiegelung im ruhigen Wasser ist malerisch an sich. Die Altstadt ist von der heute noch intakten Stadtmauer umgeben und Mittelpunkt der touristischen Highlights. Hier befindet sich in der Nähe des Flussufers der riesige Papstpalast sowie die Cathédrale Notre-Dame-des-Doms d'Avignon. Die vielen schmalen Gassen mit ihren sehr gut erhaltenen alten Häusern versprühen eine Gemütlichkeit, die zum Verweilen einlädt. Überall befinden sich kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants, so dass man selbst in der Nachsaison bei einem Café dem bunten Treiben zuschauen kann. Wenn ich es zusammenfassen soll, treffen hier Mittelalterfeeling und provencalischer Charme perfekt abgestimmt aufeinander. Allerdings nur in der Altstadt - denn Avignon ist an sich eine Großstadt mit schlechten Straßen, Staus und viel Verkehr. Das solltet Ihr bei An- und Abreise mit einkalkulieren. Die Stadt ist auch per Bahn gut erreichbar.
Unser Stellplatz: WoMi-Stellplatz auf der Halbinsel, N 43° 57' 21.21" , E 4° 47' 57.13"
(Abrechnung nach Stunden, der Platz ist also auch als Tagesparkplatz für eine Stadtbesichtigung gut gelegen)
Saint Chamas: Kleiner charmanter Badeort am Étang de Berre, einem großen See. Am kleinen Fischerhafen verkaufen die Fischer teilweise frischen Fisch von ihren Booten aus, die Segelboote liegen ebenfalls im Hafenbecken bzw. dem kleinen Yachthafen nebenan und am kleinen Strandabschnitt kann man noch weit bis in den Oktober hinein baden. Die Straßen den Dorfes sind eng und schmal. In der Fußgängerzone gibt es viele kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants und von der kleinen Kapelle auf dem Berg hat man einen tollen Blick über den See und das gegenüber liegende Seeufer. Die Sehenswürdigkeiten des Ortes sind die Brücke mit der großen Uhr und etwas außerhalb am Kreisverkehr die Pont Flavien. Eine kleine Brücke mit 2 Triumphbögen, die eine der ersten bekannten römischen Brücken ist. Wir haben diesen netten Ort nur durch Zufall entdeckt, da wir die französische Familie, die wir 2023 in Schweden kennengelernt haben, spontan besucht haben. Saint Chamas und die nähere Umgebung rund um den See sind allerdings durchaus ein paar Abstecher wert.
Miramas-le-Vieux: Kleines mittelalterliches Dorf, das sich an einem Berg hochschlängelt und seinen Mittelaltercharme noch voll erhalten hat. Neben vielen gut erhaltenen Gebäuden gibt es auch Restaurants und eine sehr bekannte Eismanufaktur. Hier muss man allerdings vorher die Öffnungszeiten checken. Es besteht die Möglichkeit, sich eine App herunterzuladen (Infotafel am Ortsaufgang), um dann auf verschiedene Themenrouten zu wandeln. Für Wohnmobile höher als 3,10m ist es aufgrund der Höhenbegrenzung durch eine Brücke wichtig, dass die Straße für LKWs, die vom See kommend hinauf führt, befahren wird.
Istres: Ein weiteres sehr hübsches Städtchen an 2 Seen, das mittels AdventureLab oder auch so erkundet werden kann. Am kleineren Étang de l`Olivier befindet sich das Stadtzentrum. Am Plage de la Romaniquette kann man im Étang de Berre baden und parallel hierzu verläuft auch der Radweg, auf dem man entspannt entlang des Sees radeln und sich weitere hübsche Ortschaften anschauen kann.
Unser Stellplatz: Parkplatz am See beim Fischerhafen, N 43° 32' 55.69" , E 5° 1' 49.54"
(Auf dem größeren der beiden Parkplätze steht es sich besser und ist auch offiziell erlaubt)
Bormes-les-Mimosas: Unser erster Schauplatz aus den Romanen, wo wir gleich mal 3 Tage verbracht haben. Dies ist wirklich, wie in den Büchern beschrieben, ein absolut romantisches Örtchen abseits des Strandtrubels. Der Ort selbst ist an den Berg gebaut und dementsprechend steil geht es auch hoch und runter. Die Altstadt besticht durch ihre engen Gassen mit hübschen Häusern, den vielen kleinen Geschäften und Restaurants mit exzellenter Küche. Auch wir haben hier wie Leon und Isabelle ein leckeres Menü mit tollem Ausblick genossen - passend dazu an meinem Geburtstag. Die Kirche Saint Trophyme liegt malerisch zwischen den Mimosensträuchern und mit Hilfe des "Touristenrundwegs", der sehr gut ausgeschildert und dessen Kartenmaterial im Tourist Office erhältlich ist, kann man den Ort intensiv erwandern. Aber Vorsicht: es geht gut bergauf, wenn Ihr bis zum Schloss und zur Kapelle hoch laufen wollt. Der Ausblick ist es allerdings absolut wert und etwas festere Schuhe sind je nach Wegstrecke, die genommen wird, auch ratsam.
Unser Stellplatz: WoMi-Plätze auf dem Außenparkplatz der untersten Ebene (20% Gefälle, eher für kleinere Fahrzeuge), N 43° 9' 4.28" , E 6° 20' 42.35"
Le Lavandou: Dreh- und Angelpunkt in den Romanen, charmanter französischer Badeort im wahren Leben. Le Lavandou ist in der Tat ein Badeort, der sich trotz Tourismusboom einen gewissen Charme erhalten hat. Denn es gibt nur begrenzt Bettenburgen. Der Stadtkern mit den engen Gassen, kleinen Geschäften und Bistros, den Bouleplätzen und dem vorgelagerten Yachthafen wird im Hinterland von hübschen Häusern, die sich an den Berg schmiegen, umrahmt. Am langen Sandstrand ist auch in der Nachsaison noch Betrieb, in den Bistros und Restaurants an Hafen und Strandpromenade herrscht gerade zu den Essenszeiten munteres Gewimmel. Wenn man den Ort Richtung Cap Nègre verlässt, wird es schnell ruhiger und man kann entspannt entlang des Steinpfads an der Steilküste spazieren gehen und über die Ortskerne der angrenzenden Gemeinden zurück. In die andere Richtung folgen La Favière (mit einem kleinen Hundestrand) und weitere Badeorte. Allerdings finden wir WoMi-Touristen hier ebenfalls eine Batterie an Parkverbotsschildern und Parkplätzen mit Höhenbeschränkung vor. zwischen dem 01.11 und 28.02. eines Jahres darf man auch mit WoMi auf den Parkplätzen stehen, ansonsten wird das Parkverbot recht rigoros durchgesetzt. Es gibt allerdings einige Campingplätze im Einzuggebiet und der Radweg ist ebenfalls gut ausgebaut, so dass man Le Lavandou auch als Tagestripp in eine Tour einbauen kann.
Wir haben uns außerhalb einen Parkplatz gesucht und in Bormes-Les-Mimosas übernachtet
Collobrières: Ein kleines Dorf mitten in den Bergen des Massif de Maures, in dem sich an den 3 letzten Sonntagen im Oktober alles um die Marone dreht. Die Anfahrt ist recht spektakulär. Enge Straße, bis zu 180°-Serpentinen, öfters mal Gegenverkehr und tolle Ausblicke. Hier lohnt es sich, langsam und vorsichtig zu fahren - zumindest der Beifahrer kann die Aussicht genießen - und wenn in einer Parkbucht Platz ist, sollte es der Fahrer auch tun. Das Dorf selbst ist recht klein, dafür aber sehr urig. Der Kirchplatz mit der alten intakten Kirche bildet das Zentrum vom Stadtkern und in der alten Maronenfabrik kann man leckere süße Naschereien kaufen. Rundherum bieten sich Wanderwege zum Wandern an, es gibt einen separaten Stellplatz und im Sommer finden in der Kirchenruine Konzerte mit Lasershow statt, im Oktober verwandelt sich das Dorf in einen einzigen Marktplatz, wo es regionale Köstlichkeiten und umso mehr Maronenprodukte zu kaufen und zum direkten Verzehr gibt. Musik und Glas-/Holzvorführungen inklusive. Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender zu studieren und den Weg zu fahren.
Unser Stellplatz: WoMi-Stellplatz am Ortsausgang, N 43° 14' 14.73" , E 6° 18' 56.86"
Hyères: Die Stadt, in der die Klinik Saint Sulpice aus den Romanen liegt, ist größer als man denkt. Sie erstreckt sich über mehre kleinen Yachthäfen und einem langen Strandabschnitt an der Wasserseite und über einen großen Teil des Hinterlandes. Mitten drin liegt die Altstadt, auch wieder an und auf einem Hügel. Hier kann man entlang der engen Gassen schlendern und in den kleinen Läden bummeln und entweder zu Fuß oder mit dem WoMi zur Burgruine hochlaufen/fahren. Von dort hat man einen tollen Blick über die Stadt und den gesamten Küstenstreifen. Im Tourist Office gibt es Informationen über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, sie sind allerdings auch ganz gut ausgeschildert. Auch am Touristenhafen ist es recht lebhaft und die vielen kleinen Restaurants laden zur Plat du Jour ein. Ein Ort, den man am besten aufgrund der Weitläufigkeit mit dem Fahrrad oder in gezielten Etappen erkundet.
Aixe-en-Provence: Eine typische provenzalische Stadt, wie man sie sich vorstellt - nur in groß. Aixe hat trotz seiner Weitläufigkeit gerade im Stadtzentrum seinen Charme erhalten und hier kann man ganz entspannt auf den Spuren des Malers Cézanne wandeln. Neben seinem Wohnhaus sind diverse andere Gebäude und Plätze, die in seinen Werken und seinem Leben eine wichtige Rolle spielten, zu besichtigen. Wir mussten leider kurzfristig die Reise abbrechen, aber wir kommen hier auf jeden Fall nochmals zurück, um alles in Ruhe zu erkunden.
Unser Stellplatz: Beim Restaurant "Relais de Clairefontaine" in Meyreuil, N 43° 30' 12.6" , E 5° 30' 36.18"
Kostenlose Übernachtung, wenn man im Restaurant isst. Sehr zu empfehlen! Hier haben wir die besten Moules Marinières ever gegessen!
























