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Velika Planina

Landschaftsbild

Holger und Tim verabschieden sich und ich trinke noch entspannt einen Kaffee und kuschel mit Huxi. Dann mache auch ich mich auf den Weg. Doch der führt nicht über Stock und Stein, sondern zur Seilbahn, die uns nach längerem Anstehen ein gutes Stück hoch auf den Berg bringt. Von da aus laufen auch wir 2 den Rest hoch, bis wir uns dann alle oben zu einem Erfrischungsgetränk wieder treffen. Wie gut, dass ich die Ausrede mit dem Welpen hatte, denn so schön die Wanderung auch sein mag, so 1.200 Höhenmeter haben es durchaus in sich.

Am südlichen Rand der Steiner Alpen, unweit der Stadt Kamnik liegt die wunderschöne Hochebene Velika Planina im Landesinneren. Auf ihrem mit saftig grünen Wiesen bedeckten Plateau befindet sich die größte Hirtensiedlung von Slowenien, die auch eine der letzten erhaltenen hochalpinen Hirtensiedlungen Europas ist. Sie ist seit Jahrhunderten Weidegebiet für die Herden der Hirten aus rund 13 umliegenden Orten, die am Ende des Frühlings mit dem Almbetrieb beginnen.  Man kann hier ungefähr 200 Hütten auf der Hochebene finden. Davon bilden etwa 63 Hütten die "zentrale" Hirtensiedlung, unter denen sich sogar auch eine "Kirche" befindet.  Die Hütten sind in der typischen & traditionellen Architektur erbaut und besonders beeindruckend sind die typischen Fichtenschindeldächer.  Während der Weidezeit von Juni bis September sind die Hütten bewohnt und man hat die einmalige Gelegenheit, die von den Hirten produzierten Milchprodukte, wie den traditionellen Käse Trnic - und typische Hirtenessen zu  kosten. Denkt an Bargeld, denn Kartenzahlung ist hier oben nur an der Gostlina möglich.

Inmitten der Hirtensiedlung befindet sich außerdem das Preskar Museum. Es veranschaulicht die alte Lebensweise der Hirten mit typischer Einrichtung, Werkzeugen zur Molkerei und Bekleidung. Vor dem Museum finden während der Sommermonate oftmals kleine Veranstaltungen, wie z.B. die Demonstration der Herstellung des traditionellen Trnic Käses statt.

 

Das ca. 5,61km² große Gebiet mit seinem sehr gut ausgeschilderten Wegenetz ist besonders bei Wanderern und Mountainbikern im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel, im Winter zieht die in Schnee gehüllte Hochebene Schneewanderer, Skilangläufer und Schlittenfahrer an.  Auf Komoot findet man diverse Routenvorschläge. Die Hochebene hat allerdings auch ein eigenes Informationszentrum, wo man zahlreiches Informationsmaterial erhält, geführte Touren oder gar Hüttenübernachtungen für mehrtägige Wandertouren buchen kann.

 

Das Plateau erreicht man entweder zu Fuß oder per Rad von den umliegenden Orten aus (Parkmöglichkeiten sind ausgeschildert) oder über die Seilbahn von Kaminska Bistrica. Die Talstation befindet sich etwa 3km am Ende des Tals am Campingplatz Alpe. Man kann sie über die 11km südlich gelegene Stadt Kamnik direkt anfahren oder einen der Busse aus Kamnik oder einem der Nachbarorte, die mehrmals täglich fahren, nutzen. Die Fahrzeiten sind saison- und wochentagabhängig. Infos gibt es an der Talstation oder im Infozentrum. Die Parkplätze, die einen moderateren Aufstieg ermöglichen erreicht man über den westlichen Zugang zur Hochebene von Kamnik aus gesehen.

 

Wichtig zu wissen:  Die Hochebene liegt auf einer Höhe von über 1.600 m ü. d. Adria, das heißt, dass hier niedrigere Temperaturen herrschen als in den umliegenden Tälern. Neben wetterfester Bekleidung, sollte man passendes festes Schuhwerk tragen. Für längere Touren sollte man ausreichend Proviant & Wasser mitnehmen. Ansonsten gibt es die Gelegenheit, in einer Almhütte oder - sofern offen - bei einem der Hirten einzukehren und sich zu stärken. Besonders beliebt ist die "Gostice Zeleni Rob", das höchstgelegene Gasthaus auf Velika Planina - gleich beim Sessellift.

 

Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Kapelle Maria Schnee.  Sie wurde 1939 von den Hirten und Sennern erbaut, wobei ihre Bauweise an die einzigartige Architektur der Hütten angelehnt war. Während des II. Weltkrieges wurde die Kapelle zusammen mit 100 anderen Holzhäusern niedergebrannt. Die heutige Kapelle wurde 1988 auf Bestreben der Hirten wieder errichtet. Im Sommer finden jeden Sonntag Messen statt. Besonders beliebt ist die Mitternachtsmesse an Heiligabend.

 

Auch die Veternica Höhle sowie die 9m tiefe Höhle Dovja Grica, die sich im Tal Tiha Dolina am nordöstlichen Rand der Hochebene befindet, sind ausgeschilderte Sehenswürdigkeiten.

 

Trnic - Traditioneller Käse von Velika Planina: Der Trnic ist ein Hartkäse, der seit Jahrhunderten von den Hirten auf Velika Planina, Mali Planina und Gojska Planina aus Quark, saurer Milch, Sahne und Salz hergestellt wird. Früher wurde er als Zeichen der Zuneigung seiner Liebsten geschenkt, heute ist er ein beliebtes Urlaubsmitbringsel. Man kann ihn sowohl auf der Hochebene wie in den umliegenden Orten als auch auf dem Markt in Ljubljana kaufen.

 

Flora: Die Hochebene ist zum größten Teil mit saftigen grünen Wiesen bedeckt. Vereinzelt stehen noch Fichtenbäume auf dem Plateau. Schon im Frühjahr sprießen die ersten Blumen durch die Schneedecke und ab Mai stehen die Wiesen in Blüte. Sie schimmern purpurrot, was sie dem unter Schutz stehenden Steineralpen-Kohlröschen zu verdanken haben. Tupperdosen bei der Wanderung nicht vergessen, in der Saison findet man hier auch Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Preiselbeeren.

 

Fauna: Früher lebten große Raubtiere, wie Braunbären und Wölfe auf der Hochebene; heute sind sie hier allerdings nicht mehr zu finden.  Heute haben sich hier Wildschweine und Füchse angesiedelt. In den Sommermonaten weiden vorwiegend Kühe (ungefähr 380 Rinder) auf den grünen Wiesen der Hochebene. Die Weidezeit beginnt Anfang Juni und dauert ungefähr drei Monate.

 

Direkt an die Velika Planina grenzt das idyllische Tal Kamniska Bistrica sowie das Logar Tal. Beide Alpentäler bieten wunderschöne Natur mit natürlichen Sehenswürdigkeiten wie Quellen, Flüsse und Wasserfälle.

 

Unser Stellplatztipp: Stellplatz beim International Piknik Center Pri Jurju. Hier steht man auf einer Wiese mit genialem Blick auf die Steiner Alpen und kann direkt von dort aus auf einem der ausgeschilderten Wanderwege die umliegende Natur erkunden. Was früher eine Jagdhütte des Königs war, ist heute ein Gasthaus, in dem ein mega großes und leckeres Schnitzel serviert wird. Man kann auch vom Stellplatz aus zur Seilbahn laufen, wenn man das WoMi stehen lassen möchte. Die Busverbindung ist zeitlich nicht ganz so vorteilhaft.

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